Severin Rüegg (Projektleiter)
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Das Projekt Filmspur soll Forschenden und Studierenden praktische, quellenkritische, analytische und theoretische Hilfe in der historischen Auseinandersetzung mit Film- und Tonquellen leisten.


DIESE WEBSITE BIETET DAZU FOLGENDES:

– Eine Archivdatenbank für einen suchbaren und kritischen Überblick über die Institutionen mit Film und Tonbeständen in der Schweiz

Werkstattgespräche beinhalten GESPRÄCHE und REFERATE:

GESPRÄCHE mit Experten zu den Quellentypen Film, Fernsehen und Ton auf quellenkritischer, analytischer und praktischer Ebene

Referate von Forschenden, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vertieft mit Film- oder Tonquellen auseinandergesetzt haben


OFFLINE BIETET Filmspur:

– Lehrveranstaltungen des Historischen Seminar der Universität Zürich werden betreffend der Verwendung von Film- und Tonquellen beraten, und zwar bezüglich Archivzugang, Quellen, Literatur und weiteren Fachexperten.

– Forschende sollen im Rahmen von Workshops und Online-Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen können.

– Der Austausch zwischen Forschenden und Archiven soll verstärkt werden.


Filmspur ist eine Initiative des Historischen Seminars der Universität Zürich und auch auf Facebook und Twitter vertreten.

Wir danken für die grosszügige Unterstützung der G+B Schwyzer Stiftung.

IMPRESSUM
Grafik: Corina Neuenschwander
Programmierung: Springen

Pferdegetrappel im Strassenkampf: Audio-Collagen in filmischen (Selbst- )Darstellungen sozialer Bewegungen seit 1968 (Julia Zutavern)


Wenn in Bewegungsfilmen Walgesänge zu Polizeieinsätzen erklingen oder pupsende Blasinstrumente politische Reden kommentieren, ist das nicht (allein) auf Trunkenheit am Schnittplatz zurückzuführen. Die Audio-Collagen in filmischen (Selbst-)Darstellungen neuerer sozialer Bewegungen sind variantenreich – sowohl was ihre Formen wie ihre Funktionen betrifft. Der Vortrag stellt an exemplarischen Beispielen aus Deutschland und der Schweiz (u.a. KRAWALL, ZÜRI BRÄNNT, PASST BLOSS AUF... und DER SUBJEKTIVE FAKTOR) einige dieser Varianten vor und diskutiert ihren Einfluss auf die zeitgenössische Rezeption der Filme.
TAGUNGSBERICHT
Wie konstitutiv für die Lesart von Videos und Filmen der Ton sein kann, zeigten die Beiträge von Julia Zutavern und Ariane Knüsel. Zutavern führte den Begriff der „Audiocollage“ ein, ein in Bewegungsfilmen oft und kreativ gebrauchtes Stilmittel. Peter Krieg schuf mit dem Film „Packeissyndrom“ (entstanden 1982 im Auftrag der ARD) ein Porträt der Zürcher Bahnhofstrasse, das seinen ironischen Gestus vor allem aus der Tonspur generiert. Krieg lässt den Heilsarmeechor weitersingen, auch wenn er selbst schon längst nicht mehr im Bild ist. Typische Bewegungsvideoszenen wie die militanten Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei begleitet er mit der Tonspur eines Western, dem „Pferdegetrampel im Strassenkampf“. Aus solchen Audiocollagen erwachsen eigene rhetorische Funktionen, sie führen zur Reflexion medialer Formen und dokumentarischer Gattungskonventionen. Bewegungsvideos zeigen nicht nur die realen Verhältnisse, sie interpretieren sie und gestalten sie damit mit. In den Fernen Osten führte der Beitrag von Arianne Knüsel. Sie untersuchte die Rezeption des chinesischen Bürgerkriegs in britischen und amerikanischen Filmwochenschauen und stellte fest, dass die fünf grossen Player im Wochenschaubusiness oft identische Einstellungen verwendeten. Die Differenzen spielen sich auf der Tonspur ab, wo die Exotisierung des Gezeigten durch die Wahl entsprechend klingender Musik unterstrichen wird.

Tagungsbericht von Stefan Länzlinger, Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich (laenzlinger@sozarch.uzh.ch). Erstpublikation auf Infoclio.


FILMSPUR bietet einen Einstieg in die historische Arbeit mit Film- und Tonquellen. Anhand von verschiedenen Kriterien kann nach Archiven mit audiovisuellen Beständen gesucht werden. Ergänzend stehen Dokumentationen zur Verfügung, die entsprechende historische und methodische Fragestellungen behandeln.

FILMSPUR permet, à travers plusieurs critères de recherche, d’accéder à des informations relatives aux fonds d’archives audiovisuelles en Suisse. Cette banque de données est complétée par des documents qui traitent de questions d’ordre historique et méthodologique.

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