Severin Rüegg (Projektleiter)
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Das Projekt Filmspur soll Forschenden und Studierenden praktische, quellenkritische, analytische und theoretische Hilfe in der historischen Auseinandersetzung mit Film- und Tonquellen leisten.


DIESE WEBSITE BIETET DAZU FOLGENDES:

– Eine Archivdatenbank für einen suchbaren und kritischen Überblick über die Institutionen mit Film und Tonbeständen in der Schweiz

Werkstattgespräche beinhalten GESPRÄCHE und REFERATE:

GESPRÄCHE mit Experten zu den Quellentypen Film, Fernsehen und Ton auf quellenkritischer, analytischer und praktischer Ebene

Referate von Forschenden, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vertieft mit Film- oder Tonquellen auseinandergesetzt haben


OFFLINE BIETET Filmspur:

– Lehrveranstaltungen des Historischen Seminar der Universität Zürich werden betreffend der Verwendung von Film- und Tonquellen beraten, und zwar bezüglich Archivzugang, Quellen, Literatur und weiteren Fachexperten.

– Forschende sollen im Rahmen von Workshops und Online-Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen können.

– Der Austausch zwischen Forschenden und Archiven soll verstärkt werden.


Filmspur ist eine Initiative des Historischen Seminars der Universität Zürich und auch auf Facebook und Twitter vertreten.

Wir danken für die grosszügige Unterstützung der G+B Schwyzer Stiftung.

IMPRESSUM
Grafik: Corina Neuenschwander
Programmierung: Springen

Bild/Ton bei Hans Richter: Ästhetik, Technik, Pragmatik (Yvonne Zimmermann)


In ihrem Beitrag skizziert Yvonne Zimmermann Hans Richters theoretische Überlegungen zum Ton im Film und deren praktische Umsetzung in seinem filmischen Werk. Dabei konzentriert sie sich auf zwei Filme, die Richter während seines Exils in der Schweiz im Auftrag von Schweizer Unternehmen im Hinblick auf die Schweizerische Landesausstellung 1939 in Zürich realisiert hat: auf Die Geburt der Farbe (1938) und Die Börse als Barometer der Wirtschaftslage (1939). Anhand der beiden Filme wird das Verhältnis von Bild/Ton zwischen den Eckpfeilern Ästhetik, Technik und Pragmatik aufgespannt und den verschiedenen Dimensionen des Tons – im Text, im Dispositiv, im institutionellen Zusammenhang und in der Überlieferung/Konservierung – nachgegangen.
TAGUNGSBERICHT
Im Panel zu Schweizer Filmschaffenden zeigte Yvonne Zimmermann, Filmwissenschaftlerin aus Zürich, an zwei Filmbeispielen von Hans Richter eindrücklich, wie aufschlussreich die theoriegeleitete Beschäftigung mit der Tonspur eines Films sein kann. Sie wählte „Die Geburt der Farbe“ und „Die Börse als Barometer der Wirtschaft“, zwei Filme, die Richter als Auftragswerke für die Landesausstellung 1939 gedreht hatte. Auch die Tonspur (Kommentare und Musik!) kann vom erklärenden in den poetischen Modus wechseln: damit ändert sich auch die audiovisuelle Adressierung des Zuschauers weg von der rationalen hin zur affektiven Rezeption. Am zweiten Filmbeispiel konnte Zimmermann zeigen, wie geschickt Richter die Tonspur von der Bildebene löst und durch diese Asynchronie eine kritische Distanz zwischen Zuschauer und Filmgeschehen schafft. Nicht zu vernachlässigen sind natürlich auch technisch-materielle Aspekte: So war es etwa erst Ende der 1950er Jahre möglich, bei Dokumentarfilmen den Originalton aufzunehmen und auf die Nachvertonung im Studio zu verzichten. Der Ton kann je nach seiner Beschaffenheit (Licht- oder Magnetton) mehr oder weniger Abnutzungserscheinungen aufweisen und durch Artefakte wie Rauschen oder fehlende Frequenzbereiche die Rezeption entscheidend beeinflussen. Zimmermann schloss mit einem Plädoyer für eine verstärkte Berücksichtigung materieller und affektiver Qualität der Audiovision in der historischen Erforschung von Bild- und Tonquellen.

Tagungsbericht von Stefan Länzlinger, Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich (laenzlinger@sozarch.uzh.ch). Erstpublikation auf Infoclio.
PERSON
Yvonne Zimmermann ist seit 2013 Professorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienorganisation und ihre ästhetische, historische und theoretische Dimension an der Philipps-Universität Marburg.


FILMSPUR bietet einen Einstieg in die historische Arbeit mit Film- und Tonquellen. Anhand von verschiedenen Kriterien kann nach Archiven mit audiovisuellen Beständen gesucht werden. Ergänzend stehen Dokumentationen zur Verfügung, die entsprechende historische und methodische Fragestellungen behandeln.

FILMSPUR permet, à travers plusieurs critères de recherche, d’accéder à des informations relatives aux fonds d’archives audiovisuelles en Suisse. Cette banque de données est complétée par des documents qui traitent de questions d’ordre historique et méthodologique.

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