Severin Rüegg (Projektleiter)
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Das Projekt Filmspur soll Forschenden und Studierenden praktische, quellenkritische, analytische und theoretische Hilfe in der historischen Auseinandersetzung mit Film- und Tonquellen leisten.


DIESE WEBSITE BIETET DAZU FOLGENDES:

– Eine Archivdatenbank für einen suchbaren und kritischen Überblick über die Institutionen mit Film und Tonbeständen in der Schweiz

Werkstattgespräche beinhalten GESPRÄCHE und REFERATE:

GESPRÄCHE mit Experten zu den Quellentypen Film, Fernsehen und Ton auf quellenkritischer, analytischer und praktischer Ebene

Referate von Forschenden, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vertieft mit Film- oder Tonquellen auseinandergesetzt haben


OFFLINE BIETET Filmspur:

– Lehrveranstaltungen des Historischen Seminar der Universität Zürich werden betreffend der Verwendung von Film- und Tonquellen beraten, und zwar bezüglich Archivzugang, Quellen, Literatur und weiteren Fachexperten.

– Forschende sollen im Rahmen von Workshops und Online-Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen können.

– Der Austausch zwischen Forschenden und Archiven soll verstärkt werden.


Filmspur ist eine Initiative des Historischen Seminars der Universität Zürich und auch auf Facebook und Twitter vertreten.

Wir danken für die grosszügige Unterstützung der G+B Schwyzer Stiftung.

IMPRESSUM
Grafik: Corina Neuenschwander
Programmierung: Springen

Traces du son : l’apport des sources écrites (Alain Boillat)


Keynote «Traces du son : l’apport des sources écrites» von Alain Boillat, gehalten im Rahmen des Filmspur-Workshops «Ab Band: Ton- und Bildquellen als Gegenstand historischer Forschung» an der Universität Zürich am 14. Mai 2013.
TAGUNGSBERICHT
Der Ton gehört definitiv nicht zu den bevorzugten Forschungsgebieten von Filmwissenschaftlern und Historikerinnen. Beide Disziplinen sind zwar mittlerweile recht gewandt im Umgang mit dem stehenden und dem bewegten Bild, der Turn zum Ton ist aber noch nicht vollzogen. Das ist eigentlich verblüffend, sind akustische Eindrücke doch allgegenwärtig. Umso willkommener war da der Workshop, den «Filmspur» dieses Frühjahr organisierte, um wenigstens einige Annäherungen an das Schattengewächs zu zeigen. Den Auftakt machte Alain Boillat, Professor für Geschichte und Ästhetik des Kinos an der Universität Lausanne mit seiner Keynote «Traces du son: l’apport des sources écrites». Boillat interessiert sich für die – auf den ersten Blick vielleicht marginal scheinende – Frage, wie und was im frühen Kino oder bei Laterna magica-Aufführungen tönte, und zwar explizit unter Ausschluss musikalischer Ereignisse. Wie kann also die Geräuschkulisse und damit auch ein Teil der Aufführungspraxis rekonstruiert werden, ohne dass man Rückgriff auf eine Aufzeichnung nehmen könnte? Boillat untersuchte zu René Clairs Film «A nous la libérté» von 1931 eine Fülle schriftlicher Quellen: Plakate, Verleihkataloge und natürlich Filmkritiken geben Aufschlüsse über hörbare Reaktionen des Publikums. Am aufschlussreichsten sind aber die schriftlichen Quellen von Clair selber, so zum Beispiel ein Synchronisationsplan. Zum anderen ging Boillat der Frage nach, welche akustischen Begleiterscheinungen Laterna magica-Vorstellungen begleiteten. Hierzu hat er akribisch in Handbüchern recherchiert und bemerkenswertes zur Aufgabenteilung zwischen Laterna magica- Betreibern und dem Kinoerzähler («bonimenteur») herausgefunden, z.B. dass sie ihre Sprechanteile koordinierten und mit dem Geschehen auf der Leinwand synchronisierten. In den Handbüchern gibt es zudem jede Menge Anstreichungen und Bemerkungen, wann was gesagt werden soll, oder wie das Gezeigte mit Gesten unterstrichen werden kann.

Tagungsbericht von Stefan Länzlinger, Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich (laenzlinger@sozarch.uzh.ch). Erstpublikation auf Infoclio.
PERSON
Alain Boillat ist ordentlicher Professor der Université de Lausanne an folgenden Institutionen: Section d'histoire et esthétique du cinéma, Centre d'études cinématographiques, Centre des sciences historiques et de la culture.


FILMSPUR bietet einen Einstieg in die historische Arbeit mit Film- und Tonquellen. Anhand von verschiedenen Kriterien kann nach Archiven mit audiovisuellen Beständen gesucht werden. Ergänzend stehen Dokumentationen zur Verfügung, die entsprechende historische und methodische Fragestellungen behandeln.

FILMSPUR permet, à travers plusieurs critères de recherche, d’accéder à des informations relatives aux fonds d’archives audiovisuelles en Suisse. Cette banque de données est complétée par des documents qui traitent de questions d’ordre historique et méthodologique.

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