Severin Rüegg (Projektleiter)
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Das Projekt Filmspur soll Forschenden und Studierenden praktische, quellenkritische, analytische und theoretische Hilfe in der historischen Auseinandersetzung mit Film- und Tonquellen leisten.


DIESE WEBSITE BIETET DAZU FOLGENDES:

– Eine Archivdatenbank für einen suchbaren und kritischen Überblick über die Institutionen mit Film und Tonbeständen in der Schweiz

Werkstattgespräche beinhalten GESPRÄCHE und REFERATE:

GESPRÄCHE mit Experten zu den Quellentypen Film, Fernsehen und Ton auf quellenkritischer, analytischer und praktischer Ebene

Referate von Forschenden, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vertieft mit Film- oder Tonquellen auseinandergesetzt haben


OFFLINE BIETET Filmspur:

– Lehrveranstaltungen des Historischen Seminar der Universität Zürich werden betreffend der Verwendung von Film- und Tonquellen beraten, und zwar bezüglich Archivzugang, Quellen, Literatur und weiteren Fachexperten.

– Forschende sollen im Rahmen von Workshops und Online-Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen können.

– Der Austausch zwischen Forschenden und Archiven soll verstärkt werden.


Filmspur ist eine Initiative des Historischen Seminars der Universität Zürich und auch auf Facebook und Twitter vertreten.

Wir danken für die grosszügige Unterstützung der G+B Schwyzer Stiftung.

IMPRESSUM
Grafik: Corina Neuenschwander
Programmierung: Springen

Im Licht der Leinwand besehen: Aufführungspraxis, Produktionsserien und Publikum um 1900–1910 (Mariann Sträuli)


Keynote «Im Licht der Leinwand besehen. Aufführungspraxis, Produktionsserien und Publikum um 1900–1910» von Mariann Sträuli (Bologna/Zürich), gehalten im Rahmen des Filmspur-Workshops «Bewegte Quellen: Film und Fernsehen als Gegenstand historischer Forschung» an der Universität Zürich am 25. April 2012.
TAGUNGSBERICHT
Viele Kontextualisierungsbezüge liess schliesslich die Keynote von Mariann Sträuli zu, die als regelrechtes Bilderfest daherkam, indem die Referentin rund ein Dutzend Filmbeiträge aus der frühen Kinematographie vorführte und gleichzeitig kommentierte. Nicht nur theoretisch war damit zu erfahren, dass die bewegten Bilder aus dem ersten Fünftel des 20. Jahrhunderts immer Teil einer Produktionsserie waren, welche die Kinobetreiber fertig einkauften, meistens ohne sie vorher gesehen zu haben. Die Wandlungen dieser Produktionsserien ermöglichen Rückschlüsse auf den Publikumsgeschmack sowie auf die brisanten Themen der Zeit, an denen sich die Verleihunternehmen orientiert haben. Sträuli machte bei dem italienischen Streifen «Lea e il gomitolo» (1913) Interdependenzen zu den explosiven Suffragetten-Protesten aus oder zeigte am Schallplatten-Tonfilm-Beitrag «Schutzmann-Lied» (1908) mit Verweis auf die Serialität den Humor der wilhelminischen Zeit. Dargelegt wurden mittels intertextuellen sowie intermedialen Analysen auch die Verquickung der verschiedenen Formen und Praxen des massenmedialen Dispositivs des frühen 20. Jahrhunderts, in denen sich Bühnenkunst, Kinematografie, Fotografie und Jahrmarktspektakel in einem einzigartig engen Wechselspiel befanden. (aus dem Tagungsbericht von Dominik Schnetzer)
PERSON
Mariann Sträuli ist Filmhistorikerin in Bologna und Zürich.
DOKUMENTATION
Handout zum Referat

Die Filme auf DVD:
Crazy Cinematographe
Albert Capellani. Un cinema di grandeur
Comic Actresses and Suffragettes 1910–1914
Retour de Flamme 3


FILMSPUR bietet einen Einstieg in die historische Arbeit mit Film- und Tonquellen. Anhand von verschiedenen Kriterien kann nach Archiven mit audiovisuellen Beständen gesucht werden. Ergänzend stehen Dokumentationen zur Verfügung, die entsprechende historische und methodische Fragestellungen behandeln.

FILMSPUR permet, à travers plusieurs critères de recherche, d’accéder à des informations relatives aux fonds d’archives audiovisuelles en Suisse. Cette banque de données est complétée par des documents qui traitent de questions d’ordre historique et méthodologique.

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