Severin Rüegg (Projektleiter)
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Das Projekt Filmspur soll Forschenden und Studierenden praktische, quellenkritische, analytische und theoretische Hilfe in der historischen Auseinandersetzung mit Film- und Tonquellen leisten.


DIESE WEBSITE BIETET DAZU FOLGENDES:

– Eine Archivdatenbank für einen suchbaren und kritischen Überblick über die Institutionen mit Film und Tonbeständen in der Schweiz

Werkstattgespräche beinhalten GESPRÄCHE und REFERATE:

GESPRÄCHE mit Experten zu den Quellentypen Film, Fernsehen und Ton auf quellenkritischer, analytischer und praktischer Ebene

Referate von Forschenden, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vertieft mit Film- oder Tonquellen auseinandergesetzt haben


OFFLINE BIETET Filmspur:

– Lehrveranstaltungen des Historischen Seminar der Universität Zürich werden betreffend der Verwendung von Film- und Tonquellen beraten, und zwar bezüglich Archivzugang, Quellen, Literatur und weiteren Fachexperten.

– Forschende sollen im Rahmen von Workshops und Online-Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen können.

– Der Austausch zwischen Forschenden und Archiven soll verstärkt werden.


Filmspur ist eine Initiative des Historischen Seminars der Universität Zürich und auch auf Facebook und Twitter vertreten.

Wir danken für die grosszügige Unterstützung der G+B Schwyzer Stiftung.

IMPRESSUM
Grafik: Corina Neuenschwander
Programmierung: Springen

Nuit et brouillard – interdit en Suisse? Enquête sur une rumeur, et au delà (Roland Cosandey)


Keynote «Nuit et brouillard – interdit en Suisse? Enquête sur une rumeur, et au delà» von Roland Cosandey (ECAL Lausanne), gehalten im Rahmen des Filmspur-Workshops «Bewegte Quellen: Film und Fernsehen als Gegenstand historischer Forschung» an der Universität Zürich am 25. April 2012.
TAGUNGSBERICHT
Daran knüpfte Roland Cosandey (Lausanne) in seiner Keynote über die Rezeption von «Nuit et brouillard» (Alain Resnais, F 1955) an. Eine wissenschaftlich sattelfeste Filmografie des schweizerischen Schaffens gibt es bis heute nicht – Hervé Dumonts lückenhafte «Histoire du cinéma suisse» (1987) bleibt oft als einzige Alternative. [6] Bei einem im europäischen Kontext so bedeutenden und verbreiteten Werk wie «Nuit et brouillard», ein eigentlicher «Kunstfilm», wie Cosandey betonte, stellen sich jedoch ganz andere Fragen als jene nach der Beschaffung: Wo wurde der 32-minütige Streifen überall gezeigt? Und wenn er gezeigt wurde, in welcher Fassung? Wie haben die Zeitgenossen/innen darauf reagiert? Es ist klar, dass solches Suchen nach der Distributions- und Rezeptionsgeschichte unweigerlich eine Ausweitung des Quellenkorpus nach sich zieht. Kinoprogramme, Filmlisten, Inserate und Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften sind zu nennen, notabene allesamt über die Schweizer Kantone und ihre Archive verzettelt. Cosandeys Ausführungen entpuppten sich als Werkstattbericht, der bestens zum Tagungstitel passte: Die detektivische Fahndung nach der Filmspur, die im Westen und Osten anders verlief. So haben etwa die Westschweizer eine zensurierte Fassung von Resnais’ Film gesehen, in dem ein abgelichteter französischer Gendarme mit einem Klebstreifen überdeckt, bzw. zensuriert worden war. Cosandey geht davon aus, dass «Nuit et brouillard» in den Jahren um 1960 wohl einer der präsentesten Filme in den Köpfen der Schweizer/innen war, auch wenn die Spur manchmal nur in der chiffrierten Abwesenheit des Bildes greifbar wird. In einer Anzeige aus dem Jahr des Eichmann-Prozesses 1961 heisst es verheissungsvoll: «Dieses Photo können wir Ihnen des heiklen Themas wegen hier nicht zeigen. Sie sehen alles im Film, Bilder die Sie nie vergessen werden!» (aus dem Tagungsbericht von Dominik Schnetzer)
PERSON
Roland Cosandey ist Filmhistoriker an der ECAL in Lausanne.
DOKUMENTATION
«Nuit et brouillard» auf DVD:
Arte Boutique (auch als VOD)
Criterion Collection


FILMSPUR bietet einen Einstieg in die historische Arbeit mit Film- und Tonquellen. Anhand von verschiedenen Kriterien kann nach Archiven mit audiovisuellen Beständen gesucht werden. Ergänzend stehen Dokumentationen zur Verfügung, die entsprechende historische und methodische Fragestellungen behandeln.

FILMSPUR permet, à travers plusieurs critères de recherche, d’accéder à des informations relatives aux fonds d’archives audiovisuelles en Suisse. Cette banque de données est complétée par des documents qui traitent de questions d’ordre historique et méthodologique.

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