Severin Rüegg (Projektleiter)
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Das Projekt Filmspur soll Forschenden und Studierenden praktische, quellenkritische, analytische und theoretische Hilfe in der historischen Auseinandersetzung mit Film- und Tonquellen leisten.


DIESE WEBSITE BIETET DAZU FOLGENDES:

– Eine Archivdatenbank für einen suchbaren und kritischen Überblick über die Institutionen mit Film und Tonbeständen in der Schweiz

Werkstattgespräche beinhalten GESPRÄCHE und REFERATE:

GESPRÄCHE mit Experten zu den Quellentypen Film, Fernsehen und Ton auf quellenkritischer, analytischer und praktischer Ebene

Referate von Forschenden, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vertieft mit Film- oder Tonquellen auseinandergesetzt haben


OFFLINE BIETET Filmspur:

– Lehrveranstaltungen des Historischen Seminar der Universität Zürich werden betreffend der Verwendung von Film- und Tonquellen beraten, und zwar bezüglich Archivzugang, Quellen, Literatur und weiteren Fachexperten.

– Forschende sollen im Rahmen von Workshops und Online-Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen können.

– Der Austausch zwischen Forschenden und Archiven soll verstärkt werden.


Filmspur ist eine Initiative des Historischen Seminars der Universität Zürich und auch auf Facebook und Twitter vertreten.

Wir danken für die grosszügige Unterstützung der G+B Schwyzer Stiftung.

IMPRESSUM
Grafik: Corina Neuenschwander
Programmierung: Springen

Contre l’abus du schnaps – eine historische Recherche (Anita Gertiser)



Referat «Contre l’abus du schnaps – eine historische Recherche» von Anita Gertiser (Universität Zürich) im Panel «Für die Bahn und gegen Alkohol: Gebrauchsfilm in der Schweiz», gehalten im Rahmen des Filmspur-Workshops «Bewegte Quellen: Film und Fernsehen als Gegenstand historischer Forschung» an der Universität Zürich am 25. April 2012.
TAGUNGSBERICHT
Die Filmwissenschafterin Anita Gertiser (Universität Zürich) bot ebenfalls Einblick in ihre Forschungswerkstatt und plauderte aus dem Nähkästchen, wie sie selbst sagte, in dem sie mit «Contre l’abus du schnaps» (1929/30) ein auffälliges Stück Lehrfilm thematisierte. Geprägt durch Stilelemente der Russischen Schule und der Deutschen Sachlichkeit will der Streifen nicht so recht in die gängige Vorstellung des didaktischen Films passen. Den Entstehungskontext sowie die Überlieferungs- und Verbreitungsgeschichte zu klären gleiche der Arbeit an einem Puzzle, meinte Gertiser. Gerade der Stummfilm könne schliesslich in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen weiterverwendet werden und die Bilder entfalteten so ihre Wirkung auch ausserhalb des originären Konstrukts. Aus dem vermeintlichen Erfolg dieser Filmbilder aber gleich einen Kausalzusammenhang zur gewonnen Abstimmung über das neue Alkoholgesetz (1932) abzuleiten, scheint dann doch ein bisschen gewagt. (aus dem Tagungsbericht von Dominik Schnetzer)
PERSON
Anita Gertiser ist externe Lehrbeauftragte am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich.
DOKUMENTATION
«Contre l’abus du schnaps» ist über die Cinémathèque suisse zugänglich.

Weitere Informationen zum Film finden sich im Sammelband «Schaufenster Schweiz» (Zürich 2011) auf folgenden Seiten: S. 71, 100, 416 und 545.


FILMSPUR bietet einen Einstieg in die historische Arbeit mit Film- und Tonquellen. Anhand von verschiedenen Kriterien kann nach Archiven mit audiovisuellen Beständen gesucht werden. Ergänzend stehen Dokumentationen zur Verfügung, die entsprechende historische und methodische Fragestellungen behandeln.

FILMSPUR permet, à travers plusieurs critères de recherche, d’accéder à des informations relatives aux fonds d’archives audiovisuelles en Suisse. Cette banque de données est complétée par des documents qui traitent de questions d’ordre historique et méthodologique.

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