Severin Rüegg (Projektleiter)
info@filmspur.ch

Tel: 079 386 94 44

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Das Projekt Filmspur soll Forschenden und Studierenden praktische, quellenkritische, analytische und theoretische Hilfe in der historischen Auseinandersetzung mit Film- und Tonquellen leisten.


DIESE WEBSITE BIETET DAZU FOLGENDES:

– Eine Archivdatenbank für einen suchbaren und kritischen Überblick über die Institutionen mit Film und Tonbeständen in der Schweiz

Werkstattgespräche beinhalten GESPRÄCHE und REFERATE:

GESPRÄCHE mit Experten zu den Quellentypen Film, Fernsehen und Ton auf quellenkritischer, analytischer und praktischer Ebene

Referate von Forschenden, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vertieft mit Film- oder Tonquellen auseinandergesetzt haben


OFFLINE BIETET Filmspur:

– Lehrveranstaltungen des Historischen Seminar der Universität Zürich werden betreffend der Verwendung von Film- und Tonquellen beraten, und zwar bezüglich Archivzugang, Quellen, Literatur und weiteren Fachexperten.

– Forschende sollen im Rahmen von Workshops und Online-Präsentationen ihre Forschungsarbeit vorstellen können.

– Der Austausch zwischen Forschenden und Archiven soll verstärkt werden.


Filmspur ist eine Initiative des Historischen Seminars der Universität Zürich und auch auf Facebook und Twitter vertreten.

Wir danken für die grosszügige Unterstützung der G+B Schwyzer Stiftung.

IMPRESSUM
Grafik: Corina Neuenschwander
Programmierung: Springen

Scientifica Schweizer Wissenschaftstage 2015

Audiovisuelle Quellen aus Massenmedien wie Fernsehen, Film und Radio rücken zunehmend in den Fokus der Zeitgeschichte, wie sie auf universitärer Ebene betrieben wird.

Filmspur stellt sich an der Scientifica 2015 anhand von Filmbeispielen aus den letzten 100 Jahren Protestgeschichte dar. Die Quellenausschnitte sollen einen Einstieg in Fragestellungen um das bewegte Bild ermöglichen.

Die Beiträge verfügen alle über eine Tonspur (mit Ausnahme des ersten), auf Grund der Standsituation an der Scientifica ist der Clip aber stumm.
GESCHICHTE
Audiovisuelle Quellen bieten einen Zugang zu den unterschiedlichsten Themen und eröffnen ein weites Feld an Fragen:

Teuerungsdemonstration vom 30.08.1917 in Zürich

Was machen all die Menschen auf der Strasse?
Der Beitrag stammt aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, der in der Schweiz zu sozialer Not führte.
Um den Film als Quelle besser zu verstehen, helfen die Referate von Mariann Sträuli zum Kino der 1910er Jahre und Adrian Gerbers Ausführungen zu Filmpropaganda im Ersten Weltkrieg
Für den historischen Kontext kann Ihnen die Ausstellung 14/18 oder das HLS (Historische Lexikon der Schweiz) einen ersten Einblick verschaffen.

Protest gegen den Besuch des Schah in Genf, 1972

Wie wird über den Besuch berichtet?
Die Gegenüberstellung von Protest und dem Schah mit seiner Entourage bricht die Inszenierung des Staatsbesuchs und zeigt, wie unerwünscht der Gast ist.
Gesellschaftlichen Veränderungen und technische Neuerungen prägen die 1960er/1970er Jahre und schaffen neue Freiräume in der Berichterstattung.
Einen Einblick in diese Zeit bietet der Vortrag von François Vallotton. Einen Einblick in die Berichterstattung in der Presse bietet die Sachdokumentationen des Archivs für Zeitgeschichte.

Gwalt 1981

Wer dokumentiert solche Ereignisse?
Die kostengünstige Videotechnik bietet der Jugendbewegung der 1980er-Jahre eine Möglichkeit audiovisueller Gegenöffentlichkeit.
Der Beitrag von Julia Zutavern zeigt die gestalterischen Freiheiten im sogenannten Bewegungsfilm, jener Gegenöffentlichkeit.
Eine Einbettung in die Filmgeschichte der Schweiz bietet hier das Projekt cinememoire, dass den filmischen Aufbruch in der Romandie und der Deutschschweiz anhand von Portraits aufzeigt.

Bauerndemonstration vom 23.10.1996 in Bern

Warum nehmen Demonstranten Kinder mit?
Der Bauernverband empfindet die GATT-Verträge als existenzbedrohend für die Zukunft der Bauernfamilien.
Die Bilder der Demonstration stehen symptomatisch für die Konflikte um die Rahmenbedingungen der Landwirtschaft. Wer sich aber auf die Suche nach diesen Tagesschauberichten macht, muss einiges bedenken, wie Felix Rauh und Jürg Hut zeigen.
Für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Veränderungen der Landwirtschaft verfügt das Archiv für Agrargeschichte über Akten der Akteure.

Demonstration für politische Rechte Homosexueller Juli 2000

Was bedeutet die Betonung der Lebensfreude?
Lange Zeit müssen sich Schwule und Lesben im Verborgenen treffen. Mit der vollständigen Entkriminalisierung der Homosexualität 1991 wird die Selbstinszenierung von Schwulen und Lesben erst möglich.
Der Weg dahin lässt sich gut im Schweizer Sozialarchiv nachvollziehen, etwa in den Beständen der Lesben- und Schwulenorganisationen.


Was denken Sie nach den Beispielen? Zeigen uns diese Filmquellen eine andere Geschichte als ein Zeitungsartikel zum Geschehen? Ist auch bei diesen Quellen ein Vergleich mit anderen Überlieferungen nötig?


FILMSPUR bietet einen Einstieg in die historische Arbeit mit Film- und Tonquellen. Anhand von verschiedenen Kriterien kann nach Archiven mit audiovisuellen Beständen gesucht werden. Ergänzend stehen Dokumentationen zur Verfügung, die entsprechende historische und methodische Fragestellungen behandeln.

FILMSPUR permet, à travers plusieurs critères de recherche, d’accéder à des informations relatives aux fonds d’archives audiovisuelles en Suisse. Cette banque de données est complétée par des documents qui traitent de questions d’ordre historique et méthodologique.

Bitte füllen Sie folgendes Formular in Bezug auf Ihre Film- und Tonbestände aus:

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Wir werden Sie für weitere Fragen und Materialen kontaktieren.